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Natürlich gewachsen. Regional genossen.

Schweizer Kartoffeln sind mehr als eine Beilage – sie sind Ausdruck nachhaltiger Landwirtschaft und bewussten Konsums. Klar geregelte Produktionsstandards und ein feiner Geschmack machen Schweizer Kartoffeln zu einem Produkt mit echten inneren Werten.

In der Küche ein Star

Kartoffeln aus der Schweiz stehen für kulinarische Vielfalt: mehlig, festkochend oder vorwiegend festkochend – ideal für Frites, Ofenkartoffeln, Gnocchi, Gratin, Chips oder sogar für Kuchen und Brot.
Nebst den klassischen Speisesorten werden hierzulande auch spezielle Chips- und Frites-Sorten angebaut. Die Vielfalt zeigt sich vor allem in der Küche. In der Küche ist die Kartoffel ein Star.

Vorteile

Kurze Wege
Schweizer Kartoffeln kennen keine lange Transportketten. Dank modernster Lagermethoden können Konsumentinnen und Konsumenten fast das ganze Jahr heimische Kartoffeln geniessen. Die Verarbeitung zu Frites, Chips, Rösti oder Stocki findet grösstenteils in der Schweiz und in Liechtenstein statt.

Rückverfolgbarkeit
Jede Knolle ist rückverfolgbar – vom Supermarkt zurück bis zum Produzentenbetrieb.

Ernährungssouveränität
Mit einem Selbstversorgungsgrad von über 80 % und einem hohen Nährstoffgehalt sind Kartoffeln einer der wichtigsten Pfeiler für die Ernährungssicherheit der Schweiz.

Nachhaltigkeit

Der Anbau von Schweizer Kartoffeln erfüllt die Anforderungen des Ökologischen Leistungsnachweises (ÖLN) und oft auch IP-Suisse-Standards:

  • Fruchtfolge: Kartoffeln dürfen maximal alle 4 Jahre auf derselben Fläche angebaut werden – das reduziert Krankheits- und Schädlingsdruck und spart Pflanzenschutzmittel.
  • Winterbegrünung: Nach der Ernte werden mind. 70 % der Flächen begrünt – das schützt den Boden und fördert CO₂-Bindung.
  • Pflanzenschutz: Nur gezielt eingesetzte, zugelassene Mittel – unter Berücksichtigung der Biodiversität.
  • Wasser: Effiziente Bewässerung unter Berücksichtigung von Kulturbedarf, Wetter und Wasserressourcen.
  • Biodiversität: Mindestens 7 % der Betriebsfläche sind Biodiversitätsförderflächen – Rückzugsräume für Nützlinge, Bienen und Bodenorganismen.
  • Gentechfreies Pflanzgut: Alles Pflanzgut ist gentechfrei und zertifiziert – das führt zu geringerem Krankheitsdruck und reduziertem Pflanzenschutzmittel-Einsatz.
  • Kleinere Parzellen & vielfältige Landschaften: Der Anbau erfolgt auf kleineren Feldern in vielfältigen Kulturlandschaften – ein klarer Unterschied zu grossflächigen Monokulturen im Ausland.
  • Strategie robuste Sorten: Die Kartoffelbranche hat mit dem BLW eine freiwillige Zielvereinbarung getroffen. Bis 2040 sollen 80 % der Fläche mit robusten Sorten bepflanzt werden, die resistent gegen Krankheiten und tolerant gegenüber Hitze und Trockenheit sind.

Soziale & wirtschaftliche Wirkung

Schweizer Kartoffeln sichern Einkommen für tausende Betriebe – oft Familienunternehmen – und tragen zur landwirtschaftlichen Vielfalt bei.
Vom Anbau über die Lagerung bis zur Verarbeitung entstehen Arbeitsplätze im Inland.
Regionale Wirtschaftskreisläufe bleiben stark: Saatgut, Technik, Transport und Verpackung stammen meist ebenfalls aus der Schweiz.

Saison & Verfügbarkeit

Schweizer Kartoffeln sind das ganze Jahr über verfügbar:

  • Frühkartoffeln ab Juni
  • Lagerkartoffeln aus klimatisch optimierten Lagern von Herbst bis Frühjahr

Damit sind Schweizer Kartoffeln ein saisonal flexibles und zuverlässig verfügbares Grundnahrungsmittel.

Kontrolle & Rückverfolgbarkeit

Die Qualität und Herkunft Schweizer Kartoffeln wird durch ein engmaschiges Kontrollsystem sichergestellt:

  • Produktionskontrollen: Regelmässige Überprüfungen durch kantonale Vollzugsstellen und Kontrollorganisationen wie Agrocontrol, bio. inspecta oder SQS.
  • Dokumentationspflicht: Jeder Produktionsschritt – von der Aussaat bis zur Lagerung – ist dokumentiert.
  • Rückverfolgbarkeit: Der genaue Herkunftsbetrieb kann jederzeit nachvollzogen werden – auch bei verarbeiteten Produkten.
  • Markenverpflichtung: Produkte mit Suisse Garantie müssen aus Schweizer Rohstoffen hergestellt und im Inland verarbeitet werden.

Wer die Anforderungen nicht erfüllt, verliert die Zertifizierung – das schützt Konsumentinnen und Konsumenten und garantiert echte Transparenz.